Wir verwenden Cookies um Inhalte zu personalisieren und unsere Besucherstatistik zu führen. Bitte entscheiden Sie sich, ob Sie unsere Cookies akzeptieren möchten.

Poolfahrzeug vs. Dienstwagen – Was eignet sich wann?

Wir vergleichen die verschiedenen Methoden und erklären, warum es bei beiden gewisse Vorteile gibt.

<Bild>

Teilen oder nicht, das ist hier die Frage

Der größte Unterschied zwischen Dienstwagen und Poolfahrzeug besteht in der Anzahl der zugelassenen Fahrzeugführer. Denn während der typische Firmenwagen grundsätzlich einer Person fest zugeschrieben ist, ist ein Poolfahrzeug im Wesentlichen ein Dienstwagen, der von mehreren Mitarbeitern eines Betriebs genutzt werden kann. Dieses Verfahren wird deshalb auch weithin Corporate Carsharing genannt. Unter Umständen ist sogar die gelegentliche private Nutzung eines Poolfahrzeugs denkbar. Das rentiert sich aber nicht immer, denn bei der Versteuerung mittels Ein-Prozent-Methode wird der Anteil auf alle Nutzer des Fahrzeugs gleichmäßig aufgeteilt – unabhängig davon, wer den Wagen wie oft benutzt. Deshalb kann es in diesem Falle günstiger sein, ein Fahrtenbuch zu führen oder, wenn du wirklich viel mit dem Auto unterwegs bist, einen eigenen Dienstwagen zu beantragen. Möchtest du hingegen nur selten auf ein Auto zurückgreifen, kann ein Poolwagen die bessere Lösung für dich sein, da ein ungenutzter Dienstwagen im Zweifelsfall unnötig Kosten verschlingt.

Übrigens: Falls dein Dienstwagen aus weniger vorhersehbaren Gründen stehen bleibt, sieh in unserem Artikel Arbeitsloser Dienstwagen? Gründe und Regelungen für Nichtnutzung nach, was du tun kannst.

Effizienz abhängig von der Gesamtsituation

Beide Methoden der Dienstwagennutzung haben sicherlich ihre Vorteile, doch inwiefern diese sich wirklich rentieren, hängt von einigen Standpunkten ab, die nicht allein von dir als Fahrzeugführer beeinflusst werden. Ein wichtiges Beispiel dafür ist die Verwaltung durch einen oder mehrere Fuhrparkbeauftragte. Denn schließlich muss gewährleistet sein, dass immer genug Fahrzeuge zur Verfügung stehen, damit nicht am Ende ein Mitarbeiter, der beispielsweise zu einem Geschäftstermin fahren muss, ohne Auto dasteht. Auch empfehlenswert ist es, jedem Fahrzeug einen Ansprechpartner zuzuteilen, der den Nutzern bei Fragen aller Art zur Verfügung steht und sie gegebenenfalls in den Umgang mit dem fremden Auto einweist. Regelmäßige Zustandskontrollen der Fahrzeuge sind ebenso unerlässlich wie Führerscheinkontrollen und die UVV-Prüfung. Sind all diese Angelegenheiten in deinem Betrieb gut organisiert, spricht grundsätzlich erst einmal nichts gegen das System Poolwagen. Versinkt aber schon die Verwaltung der Fahrzeuge im Chaos, solltest du besser ganz genau überlegen, ob du das wirklich in Kauf nehmen möchtest.

Zurückschrauben, ja oder nein?

Wie du vorhin schon gelesen hast, lohnt sich ein Poolfahrzeug für Gelegenheitsfahrer oft mehr als ein eigener Dienstwagen. Gerade zu Homeoffice- und Coronazeiten stehen ohnehin viele Fahrzeugführer vor der Frage: Was tun mit dem Dienstwagen im Homeoffice? Eine Möglichkeit, die wir dir hiermit vorstellen möchten, ist, dein Dienstfahrzeug in einen Poolwagen umzuwandeln und es somit auch anderen Mitarbeitern in deinem Betrieb zur Verfügung zu stellen. So spart vor allem das Unternehmen, in welchem du arbeitest, viel Geld – und auf Mitarbeiterseite werden Mobilität und Teamgeist gestärkt. Des Weiteren bedeutet die Verteilung mehrerer Personen auf weniger Fahrzeuge eine geringere Umweltbelastung! Es lohnt sich also durchaus, diese Option in Erwägung zu ziehen. Sprich einfach mit deinem Arbeitgeber, damit er die nötigen Schritte in die Wege leiten kann.

Steuerlich gesehen bist du als Gelegenheitsfahrer übrigens sowohl mit deinem eigenen Dienstwagen, aber ganz besonders bei der Mitnutzung eines Poolfahrzeugs auf der sicheren Seite, wenn du ein ordnungsgemäßes Fahrtenbuch führst. Erstens umgehst du so die (teils ungerechte) Kostenverteilung der Ein-Prozent-Methode, und zweitens kann im Falle eines Fahrzeugschadens oder eines Verstoßes gegen die Verkehrsregeln genau nachvollzogen werden, ob du an der Situation beteiligt warst oder nicht. Kann der Fahrzeughalter (sprich: dein Arbeitgeber) diesbezüglich keine Aussage treffen, ist meist eine allgemeine Fahrtenbuchauflage die Folge – und diese gilt dann nicht nur für den Poolwagen, sondern für alle Fahrzeuge des Unternehmens.

Tipp: Um eine komplizierte Zettelwirtschaft und ein unzureichendes Ausfüllen des Fahrtenbuchs zu verhindern, ist die Fahrtenbuch-App eazylog eine einfache und zuverlässige Lösung.

Quellen und weiterführende Links:

https://www.drivers-check.de/blog/poolfahrzeug-oder-dienstwagen-unterschiede-und-gemeinsamkeiten/

https://blog.lapid.de/poolfahrzeugnutzung

https://vimcar.de/boxenstopp/lexikon/poolfahrzeug/